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Künstler: Erich Hauser (1930 - 2004), Rottweil

Ort: Bahnhofsallee 5, Agentur für Arbeit (Vorplatz)

Objekt: Edelstahl-Plastik, 1990

Erich Hauser orientierte sich in der Handhabung von Metallen an der zeitgenössischen informellen Malerei Anfang der 1950er Jahre. Er hinterließ zunächst noch deutliche Bearbeitungsspuren, bis er für sich die geglättete Oberfläche entdeckt. Ab 1962 verwendete er industriell vorgefertigte Stahlplatten, um sich künstlerisch auszudrücken. Damit einher ging die Auseinandersetzung mit geometrischen Grundformen und technischen Bauelementen, die schon Hausers erste eigenständige Werke kennzeichneten.

Aus komponierten Flächen schuf er hohle, von allen Seiten anschaubare, konstruierte Plastiken mit kantigen Graten und Gruben. Die Skulpturen sind nicht begehbar. Er fügte die metallischen Versatzstücke in der Art zusammen, dass sie im Endstadium zu regelmäßigen Raumkörpern wurden. Es entstanden Kugeln, Würfel und Tetraeder. Gekennzeichnet sind diese Arbeiten durch ihr Tendieren nach einem Zerbrechen, einem Zerfallen in Trümmer oder einem waghalsigen Balancieren.

1964, 1968 und 1977 nahm Hauser an der documenta in Kassel teil und erlangte damit seinen künstlerischen Durchbruch.

Siehe auch:
[öffnet in eigenem Fenster]

www.kunststiftung-erichhauser.de

 

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