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Gauß-Weber Denkmal

Künstler: Ferdinand Hartzer (1838-1906), Berlin

Ort: Wallanlage / Bürgerstrasse

Objekt: Steinsockel mit Bronzeskulpturen, 1899

Guss: Erzbildgiesser Gladebeck, Berlin









Das Denkmal wurde 1899 enthüllt. Die Gruppe Gauß-Weber zeigt die Erfindung des elektromagnetischen Telegraphen, wie der von Gauß - heute nicht mehr vorhanden- in der Hand gehaltene Draht zeigt. Zum Zeitpunkt dieser Erfindung im Jahr 1833 war Gauß bereits 56, Weber jedoch erst 29 Jahre alt. Den Altersunterschied lässt das Denkmal nicht erkennen, sie erscheinen vielmehr gleichaltrig. Gauß wird als der Bedeutendere von Hartzer ein wenig hervorgehoben. Weber hört und fragt, während der sitzende Gauß spricht.

Carl Friedrich Gauß (1777-1855), Mathematiker, Astronom, Geodät und Physiker, der als Student und späterer Direktor der Sternwarte über 50 Jahre lang in Göttingen lebte und arbeitete, weltweit durch seine Forschungen Aufsehen erregte und zu den weltweit wichtigsten Mathematikern ("Gauss'sche Normalverteilung", "Gauss'sche Krümmung" u.a.) gehört. Gauss hat aber auch in anderen Disziplinen Bahnbrechendes geleistet und bis heute maßgeblich Wissenschaftsgeschichte geschrieben. 1849 erhielt er das Ehrenbürgerrecht der Stadt Göttingen.

Wilhem Weber (1804-1891) wurde 1831 auf Empfehlung von Carl Friedrich Gauss ordentlicher Professor für Physik in Göttingen, leitete das Physikalische Cabinet arg Papendiek. Von dort aus stellten die beiden die erste elektromagnetische Telegraphen_ Verbindung zur Sternwarte in der Geismarlandstraße 11 her, in dem sie einen Kurdraht über die Dächer der Stadt spannten.

1837 wurde Weber als einer der Göttinger Sieben, die gegen die Aufhebung der Verfassung von Hannover durch König Emst August protestierten, entlassen, folgte 1842 einem Ruf nach Leipzig, kehrte aber 1848 auf seine alte Stellung in Göttingen zurück. 1860 erhielt er das Ehrenbürgerrecht der Stadt Göttingen.

Das Gauß-Weber Denkmal ist eines der wenigen bedeutenden "Doppelstandbilder" (neben Goethe uns Schiller in Weimar und den Brüdern Grimm in Hanau).

Zu Ferdinand Hartzer siehe auch:

Wöhler Denkmal
Merkelstein

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Gauß Gesellschaft

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